52 Filme #13 – Deutsche Filme: Flashback

In der Regel bin ich von deutschen Filmen nicht ganz so einfach zu begeistern. Wenn man unseren Filmoutput mit dem unserer Nachbarländer wie beispielsweise den Franzosen oder Spaniern vergleicht, die in den letzten Jahren (Horror-)Filme wie High Tension, Irreversibel, Menschenfeind, InsideMartyrs[REC] und Kidnapped quasi wie am Fließband produzieren, um nur einige der populärsten Titel zu nennen, während unsere Filmemacher gewisse Genres immer noch scheuen wie eine Katze das Wasser, stehen die Deutschen ganz schön traurig da. Klar, „wir“ haben auch einige großartige Filme geschaffen. Aber sieht man von Das Experiment, Das Boot oder Der Untergang einmal ab, werden die Beispiele schon langsam knapp.

Abgesehen von den haufenweise auf den Markt gesch(m)issenen Amateurschinken, über die ich an dieser Stelle lieber den Mantel des Schweigens ausbreite, ist die Luft hierzulande verdammt dünn. Doch nicht immer ist alles schlecht. Ab und an hat auch hierzulande der eine oder andere ganz passable Horrorfilm das Licht der Welt erblickt. Einer dieser wenigen Filme war Flashback.

Klar, das war kein extrem spannender und intensiver Terrorfilm, wie wir sie heute schon fast gewöhnt sind, aber für deutsche Verhältnisse doch ein sehr brauchbarer Slasher. Für viele war er nur ein uninteressantes Scream-Plagiat, das aufgrund der Besetzung mit Soap-Darstellern auch nicht wirklich mit schauspielerischen Höchstleistungen glänzte, aber für mich war er definitiv unterhaltsam und hatte mir zumindest damals besser gefallen als beispielsweise Anatomie, der einen der wenigen etwa zeitgleich konkurrierenden deutschen Filme darstellte. Er präsentierte uns eine schöne Hommage an die Klassiker à la Freitag, der 13. und weckte sogar Erinnerungen an Psycho.

Viel mehr kann ich heute leider nicht mehr über den Film schreiben, denn die Sichtung liegt schon viel zu lange zurück. So richtig ungekürzt war er auch nie auf DVD erhältlich, lediglich in ein oder zwei PayTV-Ausstrahlungen war er in seiner vollen Pracht in einer verlängerten Fassung zu bewundern. Er ist natürlich kein Meisterwerk, vor allem nicht verglichen mit der heutigen europäischen Konkurrenz, sicher wird ihn in der Runde der Teilnehmer auch niemand außer mir erwähnen. Für mich hat er aber einen klaren Exotenbonus und, hey, besser und unterhaltsamer als der ganze Schuh des Manitu-Einheitsbrei ist der doch allemal, oder?!

 

Dieser Blogeintrag zum Thema “deutsche Filme” ist ein Teil des Blogprojektes 52 Filme von Halliway. Jede Woche wird ein neues Thema vorgegeben, zu dem es dann einen passenden Film zu wählen gilt, über den jeder teilnehmende Blogger seinen Senf in Form eines Blogeintrages abgeben kann.

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