Hilfe! Androiden-Kaufentscheidung!

Demnächst wird hier ein neues Smartphone eintreffen und die längst überfällige Nachfolge meines HD2 antreten, da ich kein Windows Mobile mehr sehen, geschweige denn benutzen will. Ich weiß nur noch nicht, welches ich mir zulegen soll. Ich schwanke zwischen zwei Modellen von HTC (der Marke bleibe ich definitiv treu!), dem Desire HD und dem Incredible S, welches erst kürzlich auf dem diesjährigen MWC in Barcelona unter anderen „S“-Modellen als neues HTC-Flaggschiff angekündigt wurde und seit wenigen Tagen nun auch endlich bei Amazon auf Lager ist.

Der preisliche Unterschied beträgt bei aktueller Preislage nicht ganz 30 Euro. Auf den ersten Blick hat das geringfügig kostspieligere Incredible S allerdings keine wirklich deutlichen Vorteile. Es sind eher ein paar Kleinigkeiten von mehr oder minder großem Ausmaß.

Bei Amazon steht in der Beschreibung des Incredible S noch ein 4 GB großer interner Speicher. Diese Zahl hatte ich von der ursprünglichen Ankündigung auch noch im Hinterkopf. Damit hätte das Incredible S deutlich mehr als das Desire HD, welches über 1,5 GB verfügt (das entspricht immer noch der dreifache Menge des im ursprünglichen Desireverbauten Speichers). In allen Reviews, die ich bisher im Netz entdeckt habe, wird aber von nur 1,1 GB geschrieben. Den Reviews traue ich noch nicht ganz über den Weg, manche vertauschen einfach die Größen von internem Speicher und RAM, andere berichten von völlig anderen Werten. Diese 1,1 GB stehen aber nun auch in der offiziellen Produktbeschreibung, somit scheint das leider ein Fakt zu sein, womit es sogar ein Nachteil des Incredible S wäre. Das sollte aber spätestens mit der für Juni/Juli von HTC offiziell angekündigten Android-Version 2.3 (Gingerbread) auch keine allzugroße Rolle mehr spielen, denn da kann man meines Wissens fast alles auf die SD auslagern. Muss halt irgendwann noch eine 32er Karte her, alles nicht so wild.

Der Akku des Incredible S ist mit 1450mAh großzügiger bemessen, was kein unwichtiges Detail darstellt, konnte das Desire HD doch in der Akkulaufzeit nicht ganz so toll punkten. Im Prinzip nach Wegfall des größeren internen Speichers der einzige noch verbleibende wirkliche Vorteil. Prinzipiell habe ich mich zwar schon daran gewöhnt, jeden Abend das Smartphone ans Netz zu hängen, aber manchmal bräuchte man doch mal etwas mehr Laufzeit, wenn man am Wochenende wieder mal unterwegs ist und es gerade nicht laden kann… Ansonsten fällt noch die aussergewöhnliche Form der Rückseite des Geräts auf. Soll so angeblich ganz gut in der Hand liegen und geringfügig dünner wirken als es eigentlich ist, gefallen würde es mir so wohl auch.

Dagegen bietet das Desire HD den geringfügig besseren Preis und vor allem ein 7mm größeres Display (4,3 statt 4 Zoll), was damit die selbe Größe aufweist wie mein aktuelles Gerät. Das ist wohl der hauptsächliche Knackpunkt, ich bin mir noch nicht so ganz sicher ob ich auf diese wirklich angenehme Diagonale verzichten will. Die Frontkamera spielt für mich keine Rolle und die Hauptkamera, CPU und der Rest der Hardware ist in beiden Modellen ansonsten identisch.

Kurz gefasst, entweder nehme ich das größere Display und mehr Speicher oder den größeren Akku und die „coole Form“ für ein kleines bisschen mehr Geld. Ich hasse diese Entscheidungen.

Dualcore-Modelle, wie sie auch gerade auf den Markt geschmissen werden, spielen für mich übrigens noch keine Rolle. Dafür gibt es noch nicht genügend begründeten Nutzen und die Akkulaufzeit ist mit Sicherheit auch wieder so ein Knackpunkt bei den ersten Modellen. Mit jedem der beiden zur Wahl stehenden Geräte bin ich problemlos noch mehr als ein Jahr lang zufrieden, denke ich.

Ach ja, möchte vielleicht jemand ein günstiges HTC HD2 abgreifen? Tolles Smartphone, ehrlich! :D

Update: Bei O2 gibt es nun ein Gewinnspiel, bei welchem man unter anderem das Desire HD gewinnen kann. Selbstverständlich ist dieses den dort zur Auswahl stehenden Konkurrenten weit überlegen. Da baut man doch gerne einen Link ein. Danke für den Hinweis, Sarah wink

Serverumzug

Der eine oder andere wird die kurze Offline-Zeit vor ein paar Tagen vielleicht bemerkt haben. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde der vServer aufgrund eines kleinen Formfehlers fristlos gekündigt und mit sofortiger Wirkung abgeschaltet. Einen halben Tag später dann per Faxbeschwerde wieder reaktiviert. Das Fax wurde zwar schon am Tag vorher gesendet, aber scheinbar dauert es manchmal ein wenig länger, bis sowas in den richtigen Händen landet… Nunja.

Lange Rede, kurzer Sinn: der Zwischenfall war ein Vorbote des geplanten Serverumzugs. Ich werde vom vServer bei Server4You, der nun seit fast drei Jahren mehr oder weniger zuverlässig seinen Dienst verrichtet hat, umsteigen – auf einen dedizierten Server bei Hetzner. Ein EQ 4 ist es geworden, für diejenigen die es etwas genauer wissen wollen.

Ich hatte für diesen Monat den Serverumzug geplant, und wollte den alten Server rechtzeitig kündigen, um nicht lange und unnötig beide Server parallel betreiben zu müssen. Aufgrund der alten Verträge und AGB bin ich von einer dreimonatigen Kündigungsfrist ausgegangen, daher habe ich den Fehler gemacht, in meiner schriftlichen Kündigung keinen Termin zu nennen, sondern lediglich „fristgerecht“ zu schreiben. Den neuen Server hatte ich natürlich noch nicht bestellt. Damit wollte ich warten, bis ich wusste wie lange der alte Server noch laufen würde.

Aber von wegen. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Montags habe ich meine Kündigung per Snailmail abgeschickt, Dienstags kommt eine überraschend schnelle Reaktion per E-Mail. Sinngemäß: „Ihre Kündigung haben wir erhalten, Kündigungstermin: Morgen.“ Woooops. Meinen Gesichtsausdruck könnt ihr euch etwa vorstellen. Natürlich habe ich schnellstmöglich die Provider-Hotline angerufen um die Sache zu klären und mir ein paar Wochen Frist zu verschaffen. Dort versicherte man mir, das sei kein Problem, einfach ein Fax an folgende Nummer mit Unterschrift und wir sorgen dafür, dass der Server dann erst später, zum gewünschten Termin, abgeschaltet wird. Das habe ich natürlich sofort erledigt, das Fax war noch keine Stunde später beim Provider. Sicherheitshalber habe ich den Rest des Tages damit verbracht, alles an Daten zu sichern (neben meinem sowieso automatisch durchgeführten täglichen Backup), eine finale Worst-Case-Sicherung sozusagen.

Abends ging ich einigermaßen beruhigt schlafen, und dachte die Sache wäre geregelt – aber morgens war ich doch überrascht, dass trotz meines Gesprächs mit dem Mitarbeiter und dem sofort gesendeten Fax mein vServer abgeschaltet wurde. Nunja, was will man machen. Nach einem halben Tag wurde der vServer dann endlich wieder online geschaltet. Trotzdem habe ich sofort den neuen Server bestellt, um nicht mehr unnötig lange warten zu müssen. Heute ist dieser dann auch fertiggestellt worden und ich habe angefangen, schon mal ein wenig damit zu spielen. Nun wird der Umzug auch endlich in Angriff genommen. Diesmal mit vorheriger Ankündigung der Offline-Zeit 😀

Am Samstag, den 20. März, werde ich den Umzug durchführen. Alles hier wird also im Laufe des Mittags verschwinden und dann mindestens einige Stunden offline sein. Ich versuche die Zeit möglichst kurz zu halten, spätestens am Sonntag sollte also alles wieder wie gewohnt laufen. Mit etwas Glück schon früher.

Macht’s gut, man sieht sich dann hoffentlich „drüben“ auf dem neuen Server wieder 🙂

Eclipse #1: KDE, Copypasta und unklickbare Buttons – eine Hassliebe

Dieser Post ist hautpsächlich eine Memo an mich selbst, damit ich in Zukunft die einzelnen Lösungen schneller finde, wenn ich mal wieder eine neue Installation vor mir habe 😀

Eclipse-Benutzer unter KDE können sich seit etwa 2008 an einem bekannten, aber immer noch nicht behobenen Bug erfreuen. Man markiert einen Auszug seines Quellcodes, drückt das allseits beliebte Kürzel Strg-C, springt in eine andere Datei und erwartet, nach einem Druck auf Strg-V seinen gewünschten Code-Auszug wieder zu erblicken. Funktioniert auch manchmal. Aber eben nur manchmal. Öfter kommt es vor, dass nur ein Teil des kopierten Textes wieder erscheint. Mal fehlt der Anfang, mal das Ende. Mal passiert beim Einfügen gar nichts. Und manchmal erscheint etwas völlig unerwartetes, das man nicht einmal vorher kopiert hat. Oder etwas vom Tag zuvor. Die Möglichkeiten sind fast endlos. Etwa jeder zweite bis fünfte Copy/Paste-Vorgang funktioniert wie man es erwartet, der Rest verblüfft immer wieder durch fast schon nicht-deterministisches Verhalten.

Nun ist die Ursache hierfür eigentlich seit über zwei Jahren bekannt – es liegt am Zusammenspiel zwischen Eclipse und Klipper, der Zwischenablage-Verwaltung von KDE. Diese bietet einerseits ein Mittel, die unterschiedlichen Copy/Paste-Protokolle von X11, KDE, Qt, GTK, usw. usf. unter einen Hut zu bringen. Aber sie bietet auch einige komfortable Features, wie beispielsweise eine durchsuchbare Historie der Zwischenablage. Es ist also möglich, etwas einzufügen, was man vor Tagen mal in die Zwischenablage kopiert hat. Wenn man nun (z.B. als Windowsbenutzer ohne große Linuxkenntnisse) nichts von diesem Tool weiß, und annimmt, dass einfach immer nur der zuletzt kopierte Text in der Zwischenablage sein kann und sonst nichts, kann man von diesem unerwarteten Eclipse-Verhalten ganz schön verwirrt sein. Ohne Hintergrundwissen über die Zusammenhänge weiß man vielleicht auch nicht direkt, wonach man überhaupt suchen soll, daher kann dieser Eintrag vielleicht dem einen oder anderen doch irgendwann mal behilflich sein. Also legen wir mal los…

Es gibt im Prinzip keine wirklich saubere Lösung, sondern nur zwei Workarounds. Vielleicht sieht das in weiteren zwei Jahren ja anders aus…

Erste Möglichkeit: Strg-C in Eclipse immer zweimal drücken. Komischerweise funktioniert der zweite Copy-Vorgang immer, egal ob der erste erfolgreich gewesen wäre oder nicht. Geht problemlos, aber ist nervig. Ständig vergisst man es doch wieder, oder man hämmert unnötig auf seiner Tastatur rum und geht damit seinen Kollegen auf die Nerven 😀

Zweiter Weg: Klipper deaktivieren. Die Probleme verschwinden sofort. Alles geht wie gewohnt. Nachteil: Man verliert auch alle Features. Sprich: Die durchsuchbare Historie gehört der Vergangenheit an. Geht problemlos, wenn man auf dieses Feature keinen Weg legt. Für den Rest der Benutzer aber auch eher unschön.

Dritte und optimale Möglichkeit: Man deaktiviert in den Klipper-Einstellungen lediglich den Punkt „leere Zwischenablage vermeiden“ (in englischer Sprache: „prevent empty clipboard“). Genau diese Einstellung ist es nämlich, die das unvorhersehbare Verhalten in Eclipse auslöst. Die Option ist standardmäßig eingeschaltet, was leider bei jedem Eclipse-Benutzer unter KDE erstmal dieses Fehlverhalten auslöst, bis er sich darum gekümmert hat…

Übrigens ist Eclipse nicht die einzige Anwendung, die hiervon betroffen ist. Azureus/Vuze ist ein weiteres Programm mit dem gleichen Problem, hier fällt es allerdings nicht wirklich auf. Bei einer IDE da schon eher, dort nervt es stündlich, wenn nicht sogar öfter.

Nun kommen wir zum nächsten Bug in der Eclipse IDE: Die unklickbaren Buttons. Man bemerkt es zum Beispiel, wenn man mit Strg-F eine Datei nach einem Muster durchsuchen will, und sich der Suchbutton nicht anklicken lässt. Er wechselt zwar den Status (man sieht also, dass er gedrückt wird), aber das GUI-Event des tatsächlichen Klicks (loslassen des Buttons) wird nicht ausgelöst. Mehrere Buttons in der IDE sind betroffen (z.B. „Finish“ beim Fertigstellen eines neuen Projektes), aber nicht alle.
Ich will hier nicht lange auf die Ursache des Problems eingehen, das würde den Rahmen sprengen, so viel wollte ich eh schon nicht schreiben. Kurz gesagt liegt es an einem geänderten Fensterverhalten ab einer gewissen GTK-Version.

Die einfache Lösung: Man startet Eclipse mit dem Parameter „GDK_NATIVE_WINDOWS=1“. Also in der Kommandozeile:
GDK_NATIVE_WINDOWS=1 eclipse

Das kann man z.B. seiner Startverknüpfung oder einem Skript hinzufügen, dann muss man in Zukunft nicht mehr dran denken.
Oder man drückt nach dem Mausklick (der den Button nur selektiert, aber nicht auslöst) die Entertaste, funktioniert ebenfalls, ist aber deutlich nerviger 😀

Songbird 1.4.3

Keine riesige Neuigkeit, aber ich halte es für erwähnenswert. 🙂

Gerade eben hat mich mein derzeitiges Lieblings-Musikabspielprogramm mit einem kleinen Update-Notification-Popup überrascht. Bei der nun aktuellen Versionsnummer 1.4.3 dachte ich eigentlich zuerst nur an ein kleines Bugfix-Update und habe selbiges natürlich gleich installiert – woraufhin mich Songbird nach dem Neustart mit einem vollkommen neuen User Interface überrascht hat. Auch das interne Datenbank-Format scheint sich geändert zu haben, da beim Neustart zuerst einmal die Medien-Bibliothek neu aufgebaut wird. Das hat schon relativ lange gedauert, hoffen wir einfach, dass sich das positiv auf größere Sammlungen auswirkt, denn bei mittlerweile etwa 400 GB Musik hat es beim alten Songbird schon eine spürbare Weile gedauert, bis das Programm gestartet und wirklich benutzbar war.

Bis jetzt finde ich die neue Version auf den ersten Blick sehr schick und gut gelungen. Seit ich (vor mittlerweile etwa einem Jahr) auf Songbird umgestiegen bin (von Amarok, den ich bisher favorisiert hatte), bin ich damit vollkommen zufrieden und kann das Programm nur weiter empfehlen.

Besorgen, los los! 8)