Seat Leon kommt, Nissan Almera geht!

Der eine oder andere hat es mitbekommen – im letzten Quartal hat mein alter, treuer Nissan Almera, mein zweites Auto, der mich seit 2005 und damit durch mein komplettes Studium begleitete, der mit mir so vieles durchgemacht hat, den ich etwa 80.000 Kilometer lange gefahren habe, einen Motorschaden erlitten. Der Wagen war schon 2007 Opfer eines Auffahrunfalls geworden, den er aber gut überstanden hat. Der Aufgefahrene, übrigens ebenfalls Student an meiner damaligen FH, hat damals meinen Fernseher, meine PS3 und große Teile meines Studiums finanziert sich damals schwarz geärgert, weil er selbst einen nagelneuen A3 gefahren ist, aber das nur mal als Bemerkung am Rande. 😀

Nachdem die Motorwarnleuchte sich aufdringlicherweise meldete, brachte ich den Wagen damals in die Werkstatt, und dort beförderte eine Messung folgenden Umstand zu Tage: einer der vier Kolben hat kaum noch Kompression. Der Wagen läuft also quasi nur noch auf dreien. Theoretisch müsste sich das an der Leistung bemerkbar gemacht haben, allerdings ist mir davon beim Fahren nichts aufgefallen. Aber wie auch, in der Regel ist das ja ein langsam schleichender Prozess. Der Wagen läuft so zwar noch, man kann aber nicht abschätzen wie lange noch.

Lange Rede, kurzer Sinn, obwohl ich den Wagen eigentlich noch ein oder zwei Jahre lang fahren wollte, musste ich mich schweren Herzens von ihm trennen und schleunigst einen Nachfolger suchen. Seufz! Irgendwie werde ich ihn vermissen. <3 🙁

Nach einigen Wochen der Suche und mit einer großen Portion Glück bin ich in Merzig fündig geworden und habe sofort zugeschlagen.

Der Neue hat folgende Eckdaten: 2007er Seat Leon 2.0 FSI DSG Style. Import aus Belgien, daher preislich sehr attraktiv. Natürlich schwarz. 150 PS, 2.0 Liter FSI-Motor, Benziner. Mit allem was man an Ausstattung so braucht von Xenon über Kurvenlicht, Bordcomputer, 2-Zonen-Klimaautomatik, Parkhilfe, 17 Zoll Alufelgen (die ich nächsten Sommer noch durch 18er ergänzen werde) bis zum Automatikgetriebe.

Ja, richtig gelesen, Automatik. Ich habe mich nach fast zehn Jahren normaler Fahrerei nun unter den fauleren Teilnehmern des Strassenverkehrs eingereiht. Ich bereue nichts. Der Wagen fährt sich sehr entspannt und gleichzeitig herrlich spritzig, bisher bin ich davon vollkommen begeistert. Schon nach der kurzen Zeit würde ich die Automatik nicht mehr hergeben wollen, selbst nicht wenn ich ihn kostenlos gegen seinen größeren Bruder Cupra mit 240 PS tauschen könnte.

An die Automatikfahrerei gewöhnt man sich wirklich unglaublich schnell! Als ich kürzlich den Leon zur Inspektion im Autohaus gelassen habe, bekam ich für den Tag einen Leihwagen mit Schaltgetriebe. Einen Seat Exeo Kombi. Relativ langsam, aber sonst ganz gut zu fahren. Sofern man beim Drehen des Schlüssels daran denkt, dass er eine Kupplung hat. Beim zweiten Versuch habe ich mich daran erinnert und sie benutzt. Nach den vier Monaten, in denen ich Automatik gefahren bin, hatte ich dieses ungeliebte dritte Pedal schon völlig vergessen. Ich vermisse es nicht. Aber zu meiner Verteidigung, abgewürgt habe ich den Leihwagen danach nicht mehr. 😀

Richtige Bilder vom neuen Leon gibt es mittlerweile auch, sie können hier bewundert werden!

Bei Mobile.de ist mein alter Almera nun nach vier Monaten der Prokrastination auch endlich gelandet. Der Preis ist natürlich prinzipiell VB – ich bin sehr gespannt, was ich letzten Endes noch dafür bekomme. Auch hier werden natürlich Angebote angenommen! 😀
Zur Zeit steht der Wagen wegen hiesigem Platzmangel auf dem Grundstück meiner Eltern in Limbach, wer Nummernschilder mitbringt darf auch gerne probefahren.

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Die Tücken der Autowerkstatt

Gestern ist mir mal wieder etwas „lustiges“ passiert. Ich hatte meinen fahrbaren Untersatz im A.T.U. abgegeben, um ihm, nachdem ich meine Winterreifen fast drei Jahre ununterbrochen aufgezogen hatte, mal wieder neue Sommerreifen zu gönnen.

Ich suchte mir also passende Reifen aus dem Angebot aus – Uniroyal, 195/60 R15. Exakt die Maße, die ich auch im Fahrzeugschein eingetragen habe, natürlich. Gesagt, getan, Auftrag unterschrieben, heimgegangen, abgewartet.

Nun kam ich also gestern beim A.T.U. vorbei, um meinen Wagen wieder mitzunehmen. Zuerst lief ich noch am draußen geparkten Auto vorbei, ohne ihm große Beachtung zu schenken. Habe zwar kurz auf die Reifen geschaut, aber mir ist noch nichts besonderes aufgefallen. Im Geschäft habe ich zuerst bezahlt, die Rechnung angeschaut, noch einen neuen Heckscheibenwischer mitgenommen. Beim Montieren des Selbigen kam ich dann ins Stutzen, die Reifen sahen mir doch ungewöhnlich hoch aus. Bei genauerer Betrachtung bemerkte ich dann, dass mir die netten Mechaniker die falschen Reifen aufgezogen haben – statt meiner ausgesuchten Größe war es ein vollkommen anderes Modell einer anderen Marke, und noch dazu eben zu groß – 195/65 statt 195/60.

Nachdem ich den Meister darauf hingewiesen hatte, hat er auch sofort das Autochen wieder in die Werkstatt gefahren und innerhalb einer Viertelstunde die richtigen „Schuhe“ angezogen.

Noch ein Detail: Ich hatte beim Abgeben des Auftrages vergessen zu erwähnen, dass ich die alten Winterreifen gerne noch weiter verwenden wollte. Für eine Saison sind sie ja noch geeignet. Im Auftrag wurde also „Altreifenrücknahme“ vermerkt, wofür man mir zehn Euro berechnet hätte. Dieser Betrag wurde auch berechnet, aber die Leute in der Werkstatt haben einen weiteren Fehler gemacht: Sie haben mir, obwohl Reifenentsorgung im Auftrag stand, die alten Reifen eingepackt und ins Auto gelegt. Kurz gesagt: Ich wollte meine Reifen behalten, habe aber versehentlich den Auftrag zum Entsorgen gegeben, und dieser wurde, obwohl ich ihn bezahlt habe, vollkommen ignoriert 😀

Hat sich aber auch schnell aufgeklärt, die zehn Euro hat man zurück erstattet und die Reifen hatte ich ja sowieso schon im Auto liegen.

Dabei habe ich mich wieder an eine etwas ältere Geschichte erinnert. Ich fahre übrigens einen schwarzen Nissan Almera, Baujahr 2001. Gekauft habe ich den Wagen zwar gebraucht, aber von einer Nissan-Vertragswerkstatt, im Jahr 2005.

Nach einiger Zeit bekam ich damals einen Brief von der Werkstatt, dass in nächster Zeit vermutlich ein Zahnriemenwechsel fällig wäre. Ich bin allerdings daraufhin ebenfalls zum Wechseln des Riemens zum A.T.U. gefahren, weil ich ein wenig Geld sparen wollte. Als ich dort mit dem Meister geredet habe, machte dieser mir klar, dass mein Auto gar keinen Zahnriemen hat – sondern eine Steuerkette, die auch erst sehr viel später gewechselt werden muss. Prima, direkt wieder heim gefahren, viel Geld gespart! 😀

Schon witzig, was in der einen oder anderen Werkstatt so alles passiert…