52 Filme #7 – Geschüttelt, nicht gerührt: Casino Royale

Bond, James Bond. Damit wären wir schon beim siebten Thema angekommen. Die eher klassischen Bond-Filme (vor Brosnan) habe ich zwar früher auch schon gesehen, war aber nie der größte Fan. Goldeneye war dann der erste, den ich mir im Kino angesehen hatte. Den fand ich auch ziemlich stark, wie auch die Fortsetzung Tomorrow Never Dies. Dann wurden die nächsten beiden Brosnan-Bonds leider etwas schwächer, es war einfach Zeit für frischen Wind.

Und genau diesen frischen Wind brachte Daniel Craig mit Casino Royale. Ein Bond, der erfrischend anders war. Einerseits ist der Hauptdarsteller zumindest für mich eine gute Portion sympathischer als Brosnan es war, andererseits geht auch der Film selbst neue Wege. Er reduziert das Ganze eher auf das Wesentliche, lässt überflüssige Spielereien weg. Es war interessant zu sehen, wie Bond zu dem Bond wurde, den wir kennen. Man hat das Gefühl, die Geburt eines neuen Kultcharakters zu erleben.

– Vodka-martini.
– Shaken or stirred?
– Do I look like I give a damn?

Der Film setzte in der Reihe zweifellos durch seine trockene, aber harte und rasante Action sowie seine gesamte Umsetzung und Craigs brillante Verkörperung der Rolle neue Maßstäbe. Bleibt nur zu hoffen, dass Craig uns noch eine Weile als neuer Bond erhalten bleibt.

 

Dieser Blogeintrag zum Thema „geschüttelt, nicht gerührt“ ist ein Teil des Blogprojektes 52 Filme von Halliway. Jede Woche wird ein neues Thema vorgegeben, zu dem es dann einen passenden Film zu wählen gilt, über das jeder teilnehmende Blogger seinen Senf in Form eines Blogeintrages abgeben kann.

52 Filme #6 – Katastrophen kommen selten allein: Knowing

Zugegebenermaßen habe ich bei diesem Thema etwas länger gebraucht, bis mir ein passender Film eingefallen ist, denn normalerweise kann ich mit klassischen Katastrophenfilmen eher weniger etwas anfangen.

Twister finde ich langweilig, daher wollte ich den nicht nehmen. Ausserdem nehmen den bestimmt schon alle anderen. The Sinking of Japan wäre mir als Alternative auch noch eingefallen, aber dann habe ich mich plötzlich wieder an Knowing erinnert – der Film ist zwar nicht gerade ein Katastrophenfilm im strengen, klassischen Sinn – aber was soll’s, er ist nahe genug dran.

Knowing schafft es, die Elemente des klassischen Katastrophenfilms gekonnt mit einem Hauch Science Fiction und ein wenig gruseligem Horror beziehungsweise einer deftigen Portion Spannung zu verbinden.

Der Film zeigt ein relativ realistisches Szenario, wie es heute oder morgen passieren und uns alle auslöschen könnte. OK, vermutlich nicht ganz so unangekündigt und spontan, wie der Film es zeigt, aber näher an der Realität als so manch anderer Katastrophenfilm.

Knowing hat einige sehr packende und teilweise überraschende Szenen, beispielsweise einen sehr intensiv umgesetzten Flugzeugabsturz, einen U-Bahn-Crash und weitere große Disaster – bis hin zum größtmöglichen. Diese Szenen haben mich mehrfach ziemlich sprachlos im Kinosessel sitzen lassen. Hier wird dem Zuschauer klar vorgeführt, wie klein und unbedeutend wir Menschen eigentlich sind. Eine unwichtige, kurzzeitige Erscheinung im Lauf des Universums, mehr nicht. Uns wird keiner nachtrauern.

Mein einziger Kritikpunkt ist dann das Ende, denn das ist irgendwo wieder typisch Hollywood, zu sehr happy end, schwachsinnig und over the top. Ich will nicht spoilern, aber dieser Schluss hätte echt nicht sein müssen. Wären die letzten 15 Minuten ein wenig anders gewesen, wäre der Film fast perfekt.

Aber insgesamt bleibt mein Fazit dennoch: Knowing ist ein verdammt guter, packender, intensiver Film.

 

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52 Filme #5 – Comicverfilmung: Kick-Ass

Comics werden schon seit langer Zeit immer wieder verfilmt. Mal besser, mal schlechter, mehr oder weniger erfolgreich. Doch in den letzten Jahren hat sich die Art und Weise, wie Comicverfilmungen in Hollywood angepackt werden, sehr verändert. Während die Verfilmungen ihren Vorlagen früher kaum wirklich gerecht wurden, hat sich hier ein neuer Stil etabliert, der versucht, der Vorlage so nahe wie möglich zu kommen.

Begonnen hat dieser Trend mit Sin City. Hier wurde nicht einfach nur eine Geschichte verfilmt oder neu interpretiert. Die Vorlage wurde statt dessen wirklich exakt als Film umgesetzt – jedes Bild, jede Szene, alles wirkt stilistisch ganz genau so wie die Comics. Damit hat eine neue Welle der Comicverfilmungen begonnen, die sich allesamt näher an den Vorlagen orientieren und dem Medium Comic mehr gerecht werden.

Die Höhepunkte dieser neuen Welle waren für mich bisher 300, Watchmen und The Dark Knight. Doch noch ein weiterer Film sticht besonders aus der Masse heraus: Kick-Ass.

Als der Film bei uns erschien, kannte ich die Vorlage nicht und hatte bis auf das, was ich in den Trailern gesehen hatte, auch keine weiteren Vorstellungen von der Handlung – aber meine Erwartungen waren, eben wegen des sehr guten Trailers, ziemlich hoch. Doch die konnte er problemlos noch übertreffen.

Die Handlung dreht sich um den ganz normalen Typen Dave, der sich einfach mal ein grünes Kostüm bestellt und sich damit als Superheld „Kick-Ass“ versucht. Bei seinem ersten „Einsatz“ passiert ihm gleich ein Unfall, der ihm anschließend tatsächlich eine Art Superkraft verleiht – er spürt keinerlei Schmerzen mehr, was im beim Kämpfen natürlich behilflich ist. So absolviert er weiter seine Einsätze als eine Art Auftrags-Superheld, womit er nicht zuletzt das Mädchen seiner Träume beeindrucken will, das ziemlich auf Kick-Ass steht.

Doch seine Aktionen ziehen bald schwere Folgen nach sich. Nicht nur ist er dem Chef eines Verbrechersyndikates schnell ein Dorn im Auge, sondern auch andere „Helden“ werden auf ihn aufmerksam, die lieber unentdeckt im Hintergrund bleiben würden und daher versuchen, ihn von einigen Fehlern abzuhalten.

Die teilweise sehr schrägen Charaktere sind herrlich überzeichnet und daher umso sympathischer. Aus den Schauspielern sticht besonders Chloë Moretz hervor, die mit ihren gerade mal 13 Jahren schon ein wahnsinnig überzeugendes Schauspiel abliefert. Sie spielt die elfjährige „Hitgirl“ und macht mühelos alle Ganoven platt, die sich ihr in den Weg stellen.

Die Handlung hält noch einige Überraschungen parat, doch damit sei an dieser Stelle genug gesagt. Jeder, der auch nur ein klein wenig mit Comics oder deren Verfilmungen anfangen kann, sollte sich den Film zu Gemüte führen.

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52 Filme #4 – Sympathische Aliens: Paul

Sympathische Aliens. Da ich weder über E.T., noch über Alf schreiben wollte, blieb außer Paul eigentlich fast keine andere Wahl. Obwohl ich Simon Pegg mehr als nur sympathisch finde und eigentlich alle seine Filme nahezu verschlinge, hat es hier seltsamerweise eine Weile gedauert, bis ich mir den Film endlich angesehen habe. Zufälligerweise haben wir den Film dann gerade gestern Abend angeschaut. 😀

Yo fucknuts! It’s probing time.

Paul ist ein Alien. Ja, ein sympathisches. Wie schon vor vielen Jahren E.T. will auch Paul einfach nur unbeschadet nach Hause zurück. Hilfe bekommt er dabei von den beiden Übernerds Graeme (Simon Pegg) und Clive (Nick Frost), die ihn nach einem Autounfall aufgabeln. Dabei entführen sie auch gleich noch die erzkonservative Christentums-Verfechterin Ruth, die zuerst nicht an die Evolution glauben will und kurze Zeit später nur noch flucht und diverse unchristliche Dinge tun will. Verfolgt wird die lustige Truppe dabei von dreien Regierungs-Agenten, die versuchen Paul wieder einzufangen um ihn seinem endgültigen Schicksal zuzuführen.

– Whats the matter Clive?
– There is an alien in the kitchen making bagels and coffee.
– Did you want tea?

Paul ist eine der lustigsten Komödien der letzten Jahre. Nicht zuletzt ist das dem genialen Duo Pegg & Frost zu verdanken, die zusammen mit Seth Rogen ihr bestes geben. Zwar fehlt der amerikanischen Produktion spürbar ein wenig der trockene britische Humor, aber dafür wird reichlich und auf kreative Weise geflucht, das ist doch auch was.

Die Handlung ist nicht besonders vielschichtig, braucht sie aber auch gar nicht zu sein. Der Film lebt von seinen sympathischen Hauptdarstellern, den trotteligen Regierungs-Schergen, die unsere Nerdtruppe verfolgen, verfeinert mit ein paar wütenden Rednecks und im Mittelpunkt steht das sympathischste Alien aller Zeiten, das furzt und dreckige Witze reißt – mehr braucht man nicht!

– How come I can understand you? Are you using some neural language router?
– Actually I’m speaking English you fucking idiot!

 

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52 Filme #3 – Filme mit Tieren: Die Reise der Pinguine

Zu diesem Film braucht man eigentlich nicht viele Worte zu verlieren. Man sollte ihn einfach ihn Ruhe genießen und die wundervollen Bilder auf sich wirken lassen.

Die Reise der Pinguine hat mich lange Zeit überhaupt nicht interessiert, bis ich ihn eher zufällig gesehen habe. So hatte ich dann doch noch das Glück, eine der schönsten (Quasi-)Dokumentationen über Pinguine (die ich doch sehr mag, nicht nur wegen meines Faibles für Linux) zu erleben. Der Film zeigt nicht einfach nur wunderschöne Bilder, er erzählt auch noch so ganz nebenbei eine herrliche und mitreißende Geschichte. Das Drehbuch schrieb die Natur.

 

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