Die Tücken der Autowerkstatt

Gestern ist mir mal wieder etwas „lustiges“ passiert. Ich hatte meinen fahrbaren Untersatz im A.T.U. abgegeben, um ihm, nachdem ich meine Winterreifen fast drei Jahre ununterbrochen aufgezogen hatte, mal wieder neue Sommerreifen zu gönnen.

Ich suchte mir also passende Reifen aus dem Angebot aus – Uniroyal, 195/60 R15. Exakt die Maße, die ich auch im Fahrzeugschein eingetragen habe, natürlich. Gesagt, getan, Auftrag unterschrieben, heimgegangen, abgewartet.

Nun kam ich also gestern beim A.T.U. vorbei, um meinen Wagen wieder mitzunehmen. Zuerst lief ich noch am draußen geparkten Auto vorbei, ohne ihm große Beachtung zu schenken. Habe zwar kurz auf die Reifen geschaut, aber mir ist noch nichts besonderes aufgefallen. Im Geschäft habe ich zuerst bezahlt, die Rechnung angeschaut, noch einen neuen Heckscheibenwischer mitgenommen. Beim Montieren des Selbigen kam ich dann ins Stutzen, die Reifen sahen mir doch ungewöhnlich hoch aus. Bei genauerer Betrachtung bemerkte ich dann, dass mir die netten Mechaniker die falschen Reifen aufgezogen haben – statt meiner ausgesuchten Größe war es ein vollkommen anderes Modell einer anderen Marke, und noch dazu eben zu groß – 195/65 statt 195/60.

Nachdem ich den Meister darauf hingewiesen hatte, hat er auch sofort das Autochen wieder in die Werkstatt gefahren und innerhalb einer Viertelstunde die richtigen „Schuhe“ angezogen.

Noch ein Detail: Ich hatte beim Abgeben des Auftrages vergessen zu erwähnen, dass ich die alten Winterreifen gerne noch weiter verwenden wollte. Für eine Saison sind sie ja noch geeignet. Im Auftrag wurde also „Altreifenrücknahme“ vermerkt, wofür man mir zehn Euro berechnet hätte. Dieser Betrag wurde auch berechnet, aber die Leute in der Werkstatt haben einen weiteren Fehler gemacht: Sie haben mir, obwohl Reifenentsorgung im Auftrag stand, die alten Reifen eingepackt und ins Auto gelegt. Kurz gesagt: Ich wollte meine Reifen behalten, habe aber versehentlich den Auftrag zum Entsorgen gegeben, und dieser wurde, obwohl ich ihn bezahlt habe, vollkommen ignoriert 😀

Hat sich aber auch schnell aufgeklärt, die zehn Euro hat man zurück erstattet und die Reifen hatte ich ja sowieso schon im Auto liegen.

Dabei habe ich mich wieder an eine etwas ältere Geschichte erinnert. Ich fahre übrigens einen schwarzen Nissan Almera, Baujahr 2001. Gekauft habe ich den Wagen zwar gebraucht, aber von einer Nissan-Vertragswerkstatt, im Jahr 2005.

Nach einiger Zeit bekam ich damals einen Brief von der Werkstatt, dass in nächster Zeit vermutlich ein Zahnriemenwechsel fällig wäre. Ich bin allerdings daraufhin ebenfalls zum Wechseln des Riemens zum A.T.U. gefahren, weil ich ein wenig Geld sparen wollte. Als ich dort mit dem Meister geredet habe, machte dieser mir klar, dass mein Auto gar keinen Zahnriemen hat – sondern eine Steuerkette, die auch erst sehr viel später gewechselt werden muss. Prima, direkt wieder heim gefahren, viel Geld gespart! 😀

Schon witzig, was in der einen oder anderen Werkstatt so alles passiert…

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