Clash of the Titans 2,5D feat. Polizeikontrolle

Gerade eben sind wir aus dem Kino heimgekommen, haben den Film in Ramstein in 3D und O-Ton bewundert. Leider.

Dieses „leider“ bezieht sich lediglich auf den 3D-Teil. Ich glaube, von der flachen Fassung hätten wir im Endeffekt mehr gehabt, denn die nachträglich per Computer generierten 3D-Effekte sind ziemlich mies bis unterdurchschnittlich geworden.
Das Bild war generell nicht so das Gelbe vom Ei. Zeus sah die ganze Zeit grell und überbelichtet aus. Der Rest des Films schwankte qualitativ ziemlich stark – mal pixelig, mal etwas unscharf, mal leicht verschwommen. Und überhaupt waren auch die Farben mies, sehr blass, wie durch einen Schleier betrachtet. Je schneller die Bewegungen im Film waren, je tiefer der räumliche Effekt sein sollte, umso mieser ist das Bild geworden.
Schade, schade – wer den Film noch vor sich hat, sollte auf jeden Fall den gut gemeinten Ratschlag befolgen und die 2D-Fassung bevorzugen.

Aber nun zum Film ansich. Mir hat er sehr gut gefallen, da sind eigentlich kaum Wünsche offen geblieben. Besonders lustig fand ich nun die Erinnerung an den, ein paar Wochen vorher gesehenen, Percy Jackson and the Olympians: The Lightning Thief. Der hatte mir ja damals ziemlich gut gefallen, aber im Vergleich hierzu wirkte der Film rückwirkend irgendwie ein wenig lächerlich, zumindest teilweise, was die Gemeinsamkeiten der beiden Filme angeht.

Zum Beispiel war Uma Thurman eine ziemlich schlechte Medusa. Obwohl mir Sarah hier wohl nicht zustimmen wird… 😀
Die Schauspielerin ansich kann ich ja nun prinzipiell eigentlich schon kaum leiden. In Pulp Fiction war sie noch ok, aber seitdem war sie mir in keinem einzigen Film mehr sympatisch oder positiv aufgefallen.
Die ganzen Schlangeneffekte der Medusa in CotT und ihr Auftritt allgemein (inklusive des traurigen Blicks, als ihr Trick einmal nicht funktioniert) waren hier einfach nur cool, sehr eindrucksvoll und genial umgesetzt, sehr viel besser als der fast langweilige Kampf in PJatO:TLT. Hach ja, ich liebe Abkürzungen zu langen Filmtiteln, um’s mal am Rande zu erwähnen.

Auch die Szenen in der Unterwelt waren hier sehr atmosphärisch und düsterer gestaltet als in PJ. (Ja, mir ist selbst die Abkürzung schon zu lange, um sie auszuschreiben!)

Aber jetzt reicht’s, ich will nicht den ganzen Film verraten, schaut ihn einfach an, er ist es wert. Auch wenn’s kein zweiter 300 geworden ist, ein verdammt cooles Stück Zelluloid ist es allemal. Aber schaut ihn bitte in der flachen Version, oder beschwert euch hinterher nicht – ihr wurdet gewarnt! 😉

Der Knaller des Tages sollte aber erst später kommen. Auf dem Rückweg vom Kino nach Hause sind wir dann 300m vor der Haustür noch von der Polizei angehalten und kontrolliert worden. Eines meiner Lichter war defekt, blasen durfte ich auch noch. Trotz eines Biers, welches ich im Kino verköstigt hatte, ergab der Test 0,00 Promille, das hat mich etwas gewundert bzw. amüsiert. Dann hab ich schließlich wegen der Birne noch einen Mängelbericht aufgedrückt bekommen und wir durften weiterfahren, bzw. 200m weiter vorne wieder einparken 😀

Somit habe ich auch die zweite Polizeikontrolle in meiner bisherigen Laufbahn als Fahrer problemlos überstanden. Die erste ist schon einige Jahre her, damals hab ich Filme in die Videothek zurück gefahren und wurde dabei „erwischt“, man hat mich aber nach kurzer Durchsicht der Papiere direkt weiter fahren lassen.

Verstehe bisher nicht, warum sich manch anderer immer beschwert, man würde ihm direkt Bussgelder aufbrummen oder immer das Fahrzeug durchsuchen, bei mir laufen solche Kontrollen immer problemlos ab 😉

Cloverfield

Nach all den Jahren und all dem erfolgreich ignorierten Hype ist doch tatsächlich der Film als geliehene BD auch mal in meinem Player gelandet.

Wo fange ich an… Generell fand ich ihn halbwegs gut. Keine Bombe, erst Recht kein Meisterwerk, aber auch nicht gleich schlecht. Oberes Mittelmaß, würde ich sagen.

An Story ist wirklich so gut wie nichts vorhanden. Richtige Identifikationsfiguren, mit denen man sich identifizieren könnte, oder mit denen man mitfühlen könnte, deren Schicksal den Zuschauer einfach interessiert, fehlen ebenfalls. Dazu fehlen einfach die Hintergründe zu den einzelnen Personen – die hier und da eingestreuten Fragmente der älteren Aufnahmen haben mir dafür nicht gereicht. Das wirkt später sogar eher störend als sinnvoll ergänzend.

So passiert es eben, die Leute laufen wirr durch die Gegend, aber so richtig packend ist das nicht. Stellenweise wirds dann schon mal kurz spannend (Stichworte: Jagd durch den U-Bahn Tunnel oder die Biss-Folgen kurz danach, Klettern auf dem Hochhaus), aber großteils dümpelt der Film halt so vor sich hin.

Wirklich schön gemacht war das Monster auch nicht.
Pro: Es ist erst sehr spät ganz zu sehen, das erhält ein klein wenig die Spannung/Vorfreude.
Contra: Sobald man es dann sieht, sieht’s einfach irgendwie hässlich und billig aus. Da waren schon alte Godzillafilme besser.

Gut gefallen hat mir allerdings die Bildqualität. Im Vergleich zu älteren Handkamerafilmen, die teilweise wirkten, als kämen sie aus einer uralten (s/w-)Ranzkamera, war es hier wenigstens eine vernünftige HD-Kamera. Auch allzu übles Rumgewackel hielt sich zum Glück in Grenzen, meistens war die Kameraführung durchaus erträglich. Dafür war der „Kameramann“ aber etwas nervig. Naja, man kann nicht alles haben.

Weiterhin fand ich es sehr schön, dass nichts, aber auch gar nichts, zum Hintergrund des Monsters erklärt wurde. Es taucht einfach auf, woher es kommt, weiß niemand. Die Figuren lassen zwar im Lauf des Films die eine oder andere Theorie verlauten, aber mehr als das bekommt der Zuschauer nicht serviert. So muss das sein, wenigstens einmal wird nicht nach dem üblichen amerikanischen Schema alles zu Tode erklärt, am besten noch mit Steckbrief des Monsters inklusive Geburtsdatum und -ort.

Mein Fazit: Der Film ist nicht so schlecht, wie ich es nach dem ganzen Hype befürchtet hatte. Aber insgesamt muss er sich dennoch hinter die anderen Handkamerafilme stellen, denn die machen es allesamt besser: Blair Witch Project, Paranormal Activity, ja, sogar Cannibal Holocaust – der eigentlich als Vorreiter seines Genres sowieso!

Die Tücken der Autowerkstatt

Gestern ist mir mal wieder etwas „lustiges“ passiert. Ich hatte meinen fahrbaren Untersatz im A.T.U. abgegeben, um ihm, nachdem ich meine Winterreifen fast drei Jahre ununterbrochen aufgezogen hatte, mal wieder neue Sommerreifen zu gönnen.

Ich suchte mir also passende Reifen aus dem Angebot aus – Uniroyal, 195/60 R15. Exakt die Maße, die ich auch im Fahrzeugschein eingetragen habe, natürlich. Gesagt, getan, Auftrag unterschrieben, heimgegangen, abgewartet.

Nun kam ich also gestern beim A.T.U. vorbei, um meinen Wagen wieder mitzunehmen. Zuerst lief ich noch am draußen geparkten Auto vorbei, ohne ihm große Beachtung zu schenken. Habe zwar kurz auf die Reifen geschaut, aber mir ist noch nichts besonderes aufgefallen. Im Geschäft habe ich zuerst bezahlt, die Rechnung angeschaut, noch einen neuen Heckscheibenwischer mitgenommen. Beim Montieren des Selbigen kam ich dann ins Stutzen, die Reifen sahen mir doch ungewöhnlich hoch aus. Bei genauerer Betrachtung bemerkte ich dann, dass mir die netten Mechaniker die falschen Reifen aufgezogen haben – statt meiner ausgesuchten Größe war es ein vollkommen anderes Modell einer anderen Marke, und noch dazu eben zu groß – 195/65 statt 195/60.

Nachdem ich den Meister darauf hingewiesen hatte, hat er auch sofort das Autochen wieder in die Werkstatt gefahren und innerhalb einer Viertelstunde die richtigen „Schuhe“ angezogen.

Noch ein Detail: Ich hatte beim Abgeben des Auftrages vergessen zu erwähnen, dass ich die alten Winterreifen gerne noch weiter verwenden wollte. Für eine Saison sind sie ja noch geeignet. Im Auftrag wurde also „Altreifenrücknahme“ vermerkt, wofür man mir zehn Euro berechnet hätte. Dieser Betrag wurde auch berechnet, aber die Leute in der Werkstatt haben einen weiteren Fehler gemacht: Sie haben mir, obwohl Reifenentsorgung im Auftrag stand, die alten Reifen eingepackt und ins Auto gelegt. Kurz gesagt: Ich wollte meine Reifen behalten, habe aber versehentlich den Auftrag zum Entsorgen gegeben, und dieser wurde, obwohl ich ihn bezahlt habe, vollkommen ignoriert 😀

Hat sich aber auch schnell aufgeklärt, die zehn Euro hat man zurück erstattet und die Reifen hatte ich ja sowieso schon im Auto liegen.

Dabei habe ich mich wieder an eine etwas ältere Geschichte erinnert. Ich fahre übrigens einen schwarzen Nissan Almera, Baujahr 2001. Gekauft habe ich den Wagen zwar gebraucht, aber von einer Nissan-Vertragswerkstatt, im Jahr 2005.

Nach einiger Zeit bekam ich damals einen Brief von der Werkstatt, dass in nächster Zeit vermutlich ein Zahnriemenwechsel fällig wäre. Ich bin allerdings daraufhin ebenfalls zum Wechseln des Riemens zum A.T.U. gefahren, weil ich ein wenig Geld sparen wollte. Als ich dort mit dem Meister geredet habe, machte dieser mir klar, dass mein Auto gar keinen Zahnriemen hat – sondern eine Steuerkette, die auch erst sehr viel später gewechselt werden muss. Prima, direkt wieder heim gefahren, viel Geld gespart! 😀

Schon witzig, was in der einen oder anderen Werkstatt so alles passiert…