Serverumzug

Der eine oder andere wird die kurze Offline-Zeit vor ein paar Tagen vielleicht bemerkt haben. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde der vServer aufgrund eines kleinen Formfehlers fristlos gekündigt und mit sofortiger Wirkung abgeschaltet. Einen halben Tag später dann per Faxbeschwerde wieder reaktiviert. Das Fax wurde zwar schon am Tag vorher gesendet, aber scheinbar dauert es manchmal ein wenig länger, bis sowas in den richtigen Händen landet… Nunja.

Lange Rede, kurzer Sinn: der Zwischenfall war ein Vorbote des geplanten Serverumzugs. Ich werde vom vServer bei Server4You, der nun seit fast drei Jahren mehr oder weniger zuverlässig seinen Dienst verrichtet hat, umsteigen – auf einen dedizierten Server bei Hetzner. Ein EQ 4 ist es geworden, für diejenigen die es etwas genauer wissen wollen.

Ich hatte für diesen Monat den Serverumzug geplant, und wollte den alten Server rechtzeitig kündigen, um nicht lange und unnötig beide Server parallel betreiben zu müssen. Aufgrund der alten Verträge und AGB bin ich von einer dreimonatigen Kündigungsfrist ausgegangen, daher habe ich den Fehler gemacht, in meiner schriftlichen Kündigung keinen Termin zu nennen, sondern lediglich „fristgerecht“ zu schreiben. Den neuen Server hatte ich natürlich noch nicht bestellt. Damit wollte ich warten, bis ich wusste wie lange der alte Server noch laufen würde.

Aber von wegen. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Montags habe ich meine Kündigung per Snailmail abgeschickt, Dienstags kommt eine überraschend schnelle Reaktion per E-Mail. Sinngemäß: „Ihre Kündigung haben wir erhalten, Kündigungstermin: Morgen.“ Woooops. Meinen Gesichtsausdruck könnt ihr euch etwa vorstellen. Natürlich habe ich schnellstmöglich die Provider-Hotline angerufen um die Sache zu klären und mir ein paar Wochen Frist zu verschaffen. Dort versicherte man mir, das sei kein Problem, einfach ein Fax an folgende Nummer mit Unterschrift und wir sorgen dafür, dass der Server dann erst später, zum gewünschten Termin, abgeschaltet wird. Das habe ich natürlich sofort erledigt, das Fax war noch keine Stunde später beim Provider. Sicherheitshalber habe ich den Rest des Tages damit verbracht, alles an Daten zu sichern (neben meinem sowieso automatisch durchgeführten täglichen Backup), eine finale Worst-Case-Sicherung sozusagen.

Abends ging ich einigermaßen beruhigt schlafen, und dachte die Sache wäre geregelt – aber morgens war ich doch überrascht, dass trotz meines Gesprächs mit dem Mitarbeiter und dem sofort gesendeten Fax mein vServer abgeschaltet wurde. Nunja, was will man machen. Nach einem halben Tag wurde der vServer dann endlich wieder online geschaltet. Trotzdem habe ich sofort den neuen Server bestellt, um nicht mehr unnötig lange warten zu müssen. Heute ist dieser dann auch fertiggestellt worden und ich habe angefangen, schon mal ein wenig damit zu spielen. Nun wird der Umzug auch endlich in Angriff genommen. Diesmal mit vorheriger Ankündigung der Offline-Zeit 😀

Am Samstag, den 20. März, werde ich den Umzug durchführen. Alles hier wird also im Laufe des Mittags verschwinden und dann mindestens einige Stunden offline sein. Ich versuche die Zeit möglichst kurz zu halten, spätestens am Sonntag sollte also alles wieder wie gewohnt laufen. Mit etwas Glück schon früher.

Macht’s gut, man sieht sich dann hoffentlich „drüben“ auf dem neuen Server wieder 🙂

Final Fantasy XIII – endlich!

Nachdem ich es ein paar Stunden angezockt habe, wird es Zeit meinen Senf loszuwerden und die ersten Eindrücke genauestens zu beschreiben 😀

Grafisch gibt es erstmal nichts anzumäkeln. Nachdem das Spiel ja ursprünglich für die PS2 geplant war, und erst im Lauf der späteren Entwicklung auf die PS3 als Zielplattform angepasst wurde, hätte der eine oder andere vielleicht ein paar Schwächen erwartet, aber davon ist nichts zu sehen. Die Grafik ist gut so wie sie ist, zwar nicht auf PS3-Referenzniveau, aber auf hohem Niveau dennoch. Die Umgebungen sind sehr schön gestaltet, düster sieht die Unterwelt aus, die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und detailliert. Und die Zwischenvideos erst – sie sind atemberaubend schön, sie stehen denen der älteren Teile in nichts nach. Bei manchen Szenen in der wundervoll umgesetzten Unter- und Oberwelt ist mir die Kinnlade auf den Boden gefallen! Sogar an Avatar könnte sich der eine oder andere erinnert fühlen beim Anblick der Umwelt.

Nächster Punkt, das alleits beliebte und immer wieder geänderte bzw. verfeinerte Kampfsystem. Nunja, hier gibt es richtig viel zu erzählen. Erstmal war ich in den ersten Spielstunden geschockt und verwundert, weil ich einfach nicht gelevelt habe. Kämpfe werden zwar mit Sternen bewertet, man sieht wie viel Schaden man pro Sekunde anrichtet, alles schön detailliert. Aber Erfahrungspunkte gibt es keine und der ATB-Level der Figuren (zunächst das einzige, was im Statusmenü angezeigt wird) bleibt unverändert stehen. Bis sich dies ändert, gilt es, etwa zwei bis vier Stunden abzuwarten, je nach dem Tempo, mit dem man das Spiel durchquert. Erst dann erhält man die Paradigmen und kann wie gewohnt leveln, dazu aber später mehr. Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Tutorials zu sehen, in denen die Menüs, Kampfsysteme und Hintergründe erklärt werden. All das zusammen gibt einem anfangs das Gefühl, selbst nach vier Stunden Spielzeit noch im Intro zu stecken. Es erweckt den Eindruck, dass das eigentliche Spiel unglaublich umfangreich werden muss, wenn man schon alle Erfahrungspunkte, die man in den ersten Stunden gesammelt hätte, vollkommen ignoriert – in früheren Teilen hätte man hier schon Level 10 überschritten, hier geht’s jetzt aber erst richtig los.

Im Vorfeld habe ich (von ein paar Trailern mal abgesehen) eigentlich so wenig wie möglich über das Spiel gelesen, um mir die Überraschung zu bewahren und nicht zu viele Infos schon zu früh zu sehen. Ich wusste also auch nichts über das Kampfsystem. Erwartet oder erhofft habe ich eine Erweiterung des Systems aus FF XII, das mir ausgesprochen gut gefallen hat. Man konnte dort Aufgaben verteilen, und so hat jeder einzelne der Charaktere automatisch das getan, was man ihm vorher (sehr detailliert übrigens!) aufgetragen hatte.
Die HP eines Charakters fallen unter 50%? Heile ihn mit Mittel XYZ! Partyleader greift Gegner an? Person X, tue das ebenfalls, Person Y, verteidige in der Zeit den Leader! Und so weiter, um nur zwei Beispiele zu nennen. Es gab endlos viele Möglichkeiten, man konnte damit die Kämpfe vollständig automatisieren, soweit dass man irgendwann gar nicht mehr selbst eingreifen musste und alle nötigen Aktionen selbstständig ausgeführt wurden. Man konnte es aber auch lassen, wenn man lieber manuell kämpfte, es blieb dem Spieler überlassen. Einige haben das System gehasst, es hat die Fans gespalten – ich persönlich fand es super. Hochleveln hat nicht genervt wie früher, denn man lief einfach kreuz und quer durch einen Bereich mit starken Gegnern und gekämpft wurde automatisch 😀

Hier haben wir es nun mit etwas grob ähnlichem zu tun. Das Kampfsystem würde ich als eine Mischung aus FF X-2 und FF XII beschreiben. Nach einer gewissen Spielzeit, wenn es richtig losgeht, lernt man die Paradigmen und dem „Paradigm-Shift“ kennen. Man verteilt innerhalb der Party Rollen, Commander und Heiler beispielsweise. Dies erinnert an FF X-2, weil man dort über Kostüm-Sphäroiden die Charakter-Eigenschaften anpassen konnte. Es erinnert an FF XII, weil die Figuren, die man nicht selbst steuert, automatisch agieren. Man steuert hier direkt nur die Hauptfigur, nicht die restlichen Partymitglieder. Diese handeln vollständig selbstständig, bestimmt durch die ihnen gegebene Rolle. Die Anfangskonfiguration sieht so aus: der Commander greift Gegner an, die zwei Mitspieler attackieren derzeit mit kurzen und schnellen Angriffen den selben Gegner, um ihn schnell in den empfindlichen Zustand zu versetzen. Hierzu muss ein Balken hochgetrieben werden, dessen Stand sich mit jedem Treffer erhöht. Das zweite Paradigma, welches man kennenlernt, besteht dagegen aus einem Angreifer, einem Verteidiger und einem Heiler. Nun kann man auch selbst Paradigmen erstellen und die während eines Kampfes jederzeit innerhalb von Sekunden ändern. Hier bleibt es abzuwarten, wie viele Rollen man im Lauf des Spiels noch erhält und wie weit man dieses System anpassen kann. Ich halte es jetzt schon für äusserst gelungen, wenn es sich in die richtige Richtung entwickelt kann es für mich auch den zwölften Teil bezüglich des bisher besten Kampfsystems vom Thron stoßen.

Zur Handlung will ich gar nicht viele Worte verlieren, hier soll sich jeder selbst überraschen lassen. Nur so viel sei gesagt: Man fühlt sich sofort wieder zu Hause im aktuellen Teil der Saga. Das gute alte FF-Flair, das sich durch alle Spiele zieht, ist sofort wieder da.Die Figuren sind von Anfang bis Ende sympatisch, die Handlung ist selbst in den ersten Stunden schon fesselnd, während ich in den alten Teilen immer ein klein wenig Zeit gebraucht habe um mich hineinversetzen zu können.

Abschließend bleibt zu sagen – dies hier ist das erste PS3-Spiel, bei dem ich es mir vorstellen kann, tatsächlich bis zur Platin-Trophy zu spielen, egal wie lange es dauert oder wie aufwendig es ist. Bisher hatte ich dazu nie einen Anreiz; wenn die Hauptstory des Spiels beendet war und die für mich relevanten Sidequests/Nebenaufgaben erledigt habe ich meistens aufgehört ohne mich um Trophies zu scheren. Aber hier habe sogar ich Trophymuffel Lust, selbst die letzte Ecke und Storykleinigkeit im Spiel zu finden und jeden noch so starken, gut versteckten Ultima ins Jenseits zu befördern – für eine lange Zeit wird also erstmal kein anderes Spiel mehr den Weg in meine PS3 finden 😀

Vielleicht werde ich demnächst, wenn ich etwas mehr Zeit im Spiel verbracht habe, noch ein paar weitere Worte verlieren, aber für den ersten Tag sollte das hier reichen.
Wer es noch nicht hat – kaufen! Wer noch keine PS3 hat – auch kaufen, sofort!